Frank Aussem, Küchenchef auf Schloss Rheinfels, hat uns wieder ein leckeres Rezept verraten. Dieses Mal wird es herbstlich, denn die Hauptzutat sind leckere Kürbisse, die zu einem Chutney verarbeitet werden. 

Was ist eigentlich Chutney?

Chutney ist eine süß-saure bzw. scharf-pikante Sauce die und ähnlich wie Marmelade gekocht und für die Lagerung eingemacht oder kalt püriert und frisch verzehrt wird. Die Beschaffenheit reicht von flüssig über cremig bis hin zu pastös. Die Zutaten sind oft Früchte und Gemüse. Kombiniert mit Chili, Ingwer, Zwiebeln, Knoblauch, Kokosnuss oder Essig erhalten Chutneys ihren ganz besonderen Pepp.

Ihren Ursprung haben Chutneys in Indien. Dort werden sie oft zu Reisgerichten und Currys gereicht, da sie durch ihren hohen Fettgehalt die typische Schärfe von indischen Gerichten abmildern. In der Kolonialzeit gelangte das Chutney durch die Engländer nach Europa und ist dort seitdem beliebt. Die Briten verwenden es gerne auf ihren Sandwiches, genießen es zum Käse und es passt hervorragend zu Grillfleisch sowie herzhaften Fleischgerichten.

Rezept: Kürbischutney

Für ca. 1,2 Kg

Zutaten:Kürbisse
1 kg Muskatkürbis
100 gr. Zwiebelwürfel
1 Stk. Knoblauchzehe (gewürfelt)
10 gr. Chilischotenwürfel
2 Stk. Thymianzweige
60 gr. Honig
120 ml weißer Balsamicoessig
50 ml Olivenöl
25 gr. Mondamin (Stärke)
100 ml Weißwein
Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung:
Kürbis schälen und  in Würfel schneiden, mit Salz und Zucker bestreuen.  Ca. 2 Stunden ziehen lassen.
Anschließend Zwiebel, Knoblauch, Thymian und Chili in Olivenöl anschwitzen, dann den gewürfelten Kürbis und den Saft zugeben.
Essig und Honig hinein geben und kochen lassen bis die Kürbiswürfel bissfest sind.
Danach das Mondamin mit Weißwein verrühren und nur soviel in das Chutney geben bis dieser die gewünschte Konsistenz erreicht hat.
Zum Schluss das Chutney noch mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken. 

Viel Spaß beim Nachkochen!